Zur Debatte über Joachims Gauck Spruch „Polen sind fleißiger als Deutschen“

Viele Focus und Bild online Einträge zur Joachims Gauck Bemerkung „Polen sind fleißiger als Deutsche“ sind ein Beleg für unglaubliche Fremdenfeindlichkeit und Unkultur der deutschen Internet-Nutzer. Deutsch Vorurteile gegen Polen sind bekannt und diese traurige Lage wird durch die viele Studien  bestätigt. Besonders stark sind in der ehemaligen DDR. Schon die Vermutung, dass Polen von der Deutschen fleißigen sein können schuft eine Ursache sich beleidigt zu füllen. Die heftige Debatte in Internet (echte deutsche Polendebatte nach 89 , eine andere hatten wir nicht) bring ganze Menge Materialien zur weitere Forschung der Stereotypen.

Quellen dieser Haltung liegen im neunzehnten Jahrhundert, aber die Zeit der 1933-1945 trug dazu ganz ernsthaft. Nach 1989 wird die Situation langsam verbessert, nun aber langsam, weil die Deutschen  wenig über Polen wissen. Der Grund für die heutige deutsche Fremdenfeindlichkeit gegen Polen, wie  ich meine, sind hauptsächlich durch die deutsche Komplexe verursacht,  verbunden mit einer schwierigen Geschichte.

Man soll  jedoch darauf hingewiesen, dass von einigen Internet-Nutzer auf der ganzen Welt wird peinlichen Unsinn gedruckt. Deutsche anti-polnische  Fremdenfeindlichkeit im Internet ist in dem Sinne nichts Besonderes.

Es scheint, dass es die deutsche politische Elite eine völlig neue Haltung hat, und Polen hat in Deutschland viele Freunde. Die negative Reaktion auf die Worte von Joachim Gauck muss aber Reflexion wecken. Deutsche und Polen sollen noch intensiver zusammen reden um die so gute politische Beziehung auch in Kulturdialog zu gestalten.

Ob Polen so fleißig sind, ist hart für mich zu beurteilen, da ich in Polen lebe. Sicherlich hat Polen einen riesen Wirtschaft Schritt gemacht, nachdem das Land befreite sich vom Kommunismus und Plan(Kommando)wirtschaft.

Nach meiner Erfahrungen in Westdeutschland arbeitet man fleißig und Arbeit ist gut organisiert (obwohl  vielen fehlt die Gabe der Improvisation). Allerdings in der ehemaligen DDR weiss man oft nicht was eine anständige  Arbeit ist. Kommunismus hatte die Ostdeutschen Inkompetenz gelehrt und Generationen vergehen, bevor die Deutschen im Osten wird lernen, richtig zu arbeiten.

Trotz gigantische Hilfe aus dem Westen Osten Deutschland hat nicht ausreichende Fortschritte gemacht und Polen fast Ostdeutschland überholte, wenn wir die Ebene des Lebens berücksichtigen.  Besonders seltsam ist in den ehemaligen DDR Dienstleistung.

Ich denke, dass alle wirtschaftlichen Statistiken für Deutschland sollten getrennt für West-Deutschland und Ost-Deutschland gegeben werden.

Joachims Gauck Worte „Polen sind fleißiger als Deutsche ” sind sicherlich richtig, wenn man sie umformuliert „Polen sind fleißiger als Ostdeutschen”.  Vielleicht dachte der Bundespräsident dieses in der  ersten Stelle, weil er Ostdeutschland so gut kennt.

3 thoughts on “Zur Debatte über Joachims Gauck Spruch „Polen sind fleißiger als Deutschen“

  1. I apologize for my reply in English. I agree that Poles are more hard working than Germans (speaking about the nations in general) abroad. But abroad only. I have noticed that we are a ‚relaxed’ nation at home, but stressed and motivated by money in the Western EU countries. We are poorer, so we must work harder to catch up. If it ever happens that we are economically equal to Germany (unlikely event), the ‚fleißigkeit’ will become history.

  2. Sehr geehrter Herr Wojczcki,

    Ihren Bemerkungen zu den deutsch-polnischen Beziehungen auf der normalen zwischenmenschlichen Ebene kann ich voll zustimmen. Das hat unser Präsident sicher auch gemeint, obwohl (für mich unverständlich bei einem Pastor) sehr unglücklich formuliert, was leider zu den Blogeinträgen, die ich nicht gelesen habe(wer liest denn BILD?) geführt.Dass auf diesem Gebiete noch viele Vorurteile gegenüber den Nachbarn existieren, weiß ich sehr wohl, meine Frau ist Polin und besitzt im Gegensatz zu vielen ausgewanderten Landsleuten noch immer ihren polnischen Pass. Die Vorurteile werden aber leider durch solche unglückliche Formulierungen von Herrn Gauck unnötig belastet. Hier müssen wir gemeinsam noch viel tun!

    Herr Wojcicki, Ihre Äußerungen über die Ostdeutschen sind jedoch eine unverschämte, weil pauschalisierte Beleidigung, die wir auch von den vielen Westdeutschen noch kennen, die meinten, sie müßten uns zeigen, wie man richtig arbeitet. Sie bedienen damit leider die Auffassung von den 25% der Westdeutschen, die nach 22 Jahren immer noch nie in Ostdeutschland waren, um sich objektiv im Gespräch mit uns zu informieren. Dies zeugt von Unwissen und Arroganz , die wir lange genug erleben durften. Ich habe in technischen Bereichen der Wirtschaft auch nach 1990 noch einige Jahre als Ingenieur gearbeitet.
    Aus vielen Gespächen mit unseren neuen westdeutschen Fachkollegen und Managern
    weiß ich, dass sie verblüfft waren, wie wir manche Probleme trotz Planwirtschaft gelöst hatten. Sie äußerten sich sehr anerkennend dazu und bescheinigten uns hohes Engagement und Fachkenntnisse.

    Wir leisteten ab 1990 quantitativ und qualitativ die gleiche Arbeit wie unsere westdeutschen Kollegen bekamen aber nur reichlich 80 % des westdeutschen Gehaltes . Und wir konnten das wirklich beurteilen, was man von Ihnen als Publizisten nicht erwarten kann. Die „Generationen” hatten bei uns also nur einige Tage gedauert, bis wir uns nämlich an die westdeutsche Bürokratie angepasst hatten!!!
    Aber Sie konnten ,wenn Sie das wollten, sich mal objektiv bei uns informieren, das erwartet man von gutem Journalismus.
    Ihre Äußerungen kann ich nur mit Unverständnis und Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.
    W.S

  3. Sehr geehrter Herr Dr. Woycicki,
    die in der Presse kolportierte Äußerung von Gauck, Polen seine fleißiger als Deutsche,bezog sich auf die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden im Jahr und ist insoweit völlig richtig. Gauck wollte damit wohl unterstreichen, dass Polen wirtschaftlich ein Motor in Europa ist.
    Wenn Fleiß aber als Tugend der arbeitsamen Strebsamkeit gemeint ist, sollte man weniger pauschalieren. Ich kenne viele Polen, die auch in diesem Sinne fleißig, nämlich zielstrebig und strebsam, sind,aber auch viele Deutsche, egal ob West- oder Ostdeutsche (wenn die Ostdeutschen in puncto Fleiß noch vom Kommunismus beeinflusst wären, müssten es ja tendenziell auch die Polen sein).
    Aufgabe der Deutsch-Polnischen Gesellschaft ist es, gegen alle dummen Vorurteile – und Vorurteile sind regelmäßig dumm und aus Unkenntnis geboren- gegenüber dem Nachbarn vorzugehen. Das beste Mittel sind Kontakte, Begegnungen über die Grenze hinweg.
    Da haben wir noch viel zu tun.
    Herzliche Grüße,
    Wolfgang Howald

    Präsident der
    Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen
    wolfgang.howald@dpg-sachsen.de
    http://www.dpg-sachsen.de

    Sehr geehrter Herr Howald,

    dass jede pauschalierug falsch sein muss stimme ich mit Ihnen hundertprozentig. Auch die Aussage Polen seien fleißiger als Deutschen kann man im symbolischen Sinne verstehen und im Kontext der existierenden Stereotypen. Einen objektiven Maßstab zu finden welche Nation fleißiger ist wäre unmöglich (und viele sagten mit recht, die Zahl der Arbeitsstunde sei als solches Kriterium). Nun aber negative Reaktionen auf Gaucks Aussage für ein Ziel hatte zu bestätigen und betonen dass Polen bestimmt weniger fleißig sind oder gar nicht flessig. (vor 6 J. etw.30% der befragten Deutschen sagten Sie erden nie glauben dass Polen ein Wirtschaftswachstum haben kann). Nicht die Wirtschaftsfragen waren das Objekt der Debatte aber Stärke der Stereotypen.

    Ihr Argument: wenn die Ostdeutschen in puncto Fleiß noch so vom Kommunismus beeinflusst wären, müssten es ja tendenziell auch die Polen sein, klingt plausibel. Ich denke aber dass gerade soziologische Umstände machten die polnische Bevölkerung mehr Wirtschaft strebig. Abwanderng, spezielle Situation der DDR in Ostblock und nach 1989-90 privilegierte Position schufte viele Problem für mentale Transformation in Ostdeutschland. Natürlich wieder wäre jede Pauschalisierung falsch. Es geht um eine hypothetische soziologische Bewertung und nicht um eine Bewertung der konkreten Menschen. Solche Debatte zu diesem Thema wäre zwischen Ostdeutschen und Polen ganz interessant.

    Mit Schlusswort kann ich nur ja sagen Vorurteile sind regelmäßig dumm und aus Unkenntnis geboren- gegenüber dem Nachbarn vorzugehen. Das beste Mittel sind Kontakte, Begegnungen über die Grenze hinweg.

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